| Thema: Wildcard-Runden im Jugendspielbetrieb | ||
|---|---|---|
| Eintrag von 'Wolfgang (Griesbach)' | 29.12.2008, 13:07 Uhr | |
| #1 | Aufgrund der gestiegenen Belastungen der Kinder und Jugendlichen in der Schule möchte ich gerne einmal anregen, ob man bei der U18 und U16 ab der nächsten Saison nicht auch WildCard-Runden anbieten sollte.
|
|
| Antwort von 'Andi' | 29.12.2008, 17:55 Uhr | |
| #2 | Schule is ja normalerweise unter der Woche und nicht am Wochenende. Ist klar, dass die Kinder auch irgendwann Hausaufgaben machen müssen und ebenso irgendwann lernen müssen für die Schule, aber deshalb WC-Runden zu machen ist doch ein bisschen übertrieben finde ich.
Die Kinder wollen doch sicherlich mehrmals im Jahr spielen und nicht nur 1 Turnier. Denn wenn sie nicht 1. oder 2. werden wars dann auch schon, und dafür im Sommer und Herbst zu trainieren ist dann schade und Zeitverschwendung. |
|
| Antwort von 'Nina' | 31.12.2008, 08:39 Uhr | |
| #3 | Ich dachte diese Runde ist deshalb entstanden, damit eben die Jugendlichen, die in Erwachsenenligen spielen, entlastet werden. Sie müssten ja sonst noch sechs Spieltage in der Jugendrunde zusätzlich spielen??! Nichts desto trotz: Ich wünsch allen einen guaten Rutsch ins neue Jahr!!
|
|
| Antwort von 'Wolfgang (Griesbach)' | 31.12.2008, 09:42 Uhr | |
| #4 | es ist natürlich klar, dass die Jugendlichen, die in keinen Erwachsenenmannschaften spielen, eine normale Jugendrunde spielen sollen. Normalerweise spielen aber viele U18 (bei uns alle) und U16 bei den Erwachsenen. Diesen Vereinen sollte man wie bei der U20 ja schon praktiziert über die Wildcard-runde die Chance geben, sich mit den anderen Vereinen in Niederbayern zu messen.
Im Übrigen reden in einem gewissen Alter die Eltern noch mit, wann gelernt wird und wieviel. Die Schule findet mittlerweile sehr wohl am Wochenende statt, denn am Sonntag müssen sich Schüler auf die Woche vorbereiten, man kann ja nicht immer von den Faulen ausgehen, die am Wochenende nix machen. Gerne wird dann aber Volleyball vorgezogen und die Leistungen in der Schule leiden darunter. Ich sehe es als Jugendleiter als meine Pflicht an, mir Lösungen zu überlegen, die den gesteigerten Anforderungen der Schule Rechnung tragen. |
|
| Antwort von Wolfgang Knettel | 31.12.2008, 14:11 Uhr | |
| #5 | Ich registriere mit einer gewissen Befriedigung, dass die Wild-Cards inzwischen offensichtlich allgemein positiv gesehen werden, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war. Richtig ist natürlich auch, dass sie eingeführt wurden, um die Jugendlichen, die voll in der Allgemeinen Klasse eingesetzt werden, zu entlasten. Wir müssen jedoch aufpassen, dass dadurch nicht der "normale" Jugendspielbetrieb kaputt gemacht wird. Angesichts der Meldezahlen kommen für eine Erweiterung der bisher praktizierten Regelung sicherlich nur die U18w und U16w in Frage. Hier gilt es dann zu klären, wieviele Vereine dies jeweils begrüßen würden, und dabei muss auch Berücksichtigung finden, ob es vielleicht nur momentan ein gewisses Problem darstellt oder ob man eine generelle Einführung befürwortet. Ich bitte daher alle Betroffenen, dazu Stellung zu nehmen, es muss ja nicht unbedingt über dieses Forum sein, eine E-Mail an mich reicht.
Eine Anmerkung sei mir noch zu der angesprochenen schulischen Belastung gestattet, da ich mir bei dem Thema doch eine gewisse Urteilsfähigkeit anmaße. Die gerade in letzter Zeit in der Presse viel zitierten "gesteigerten Anforderungen" sind meiner Meinung nach eine Legende, um bestimmte mehr oder weniger politischen Ziele zu unterstützen. Und Hausaufgaben müssen bestimmt nicht unbedingt am Wochenende erledigt werden, die Lehrer sind verpflichtet, sie so aufzugeben, dass sie auch vorher erledigt werden können. Dass dies in der Praxis anders aussieht, ist menschlich und verständlich (schließlich waren wir alle mal Schüler), ändert aber nichts an der Tatsache. Als Argument für unsere Diskussion ist dies jedoch nicht geeignet. |
|
| Antwort von 'Andi' | 03.01.2009, 16:19 Uhr | |
| #6 | Jetzt hab ich auch mal ne Frage bzgl. Wild-Card, hat Vilsbiburg in der A-Jugend nichts gemeldet, da ich keine außerordentliche Genehmigung auf der Südbay. oder niederb. finde? Nächste Frage, bei der U18 ist Vib dann Erster oder Zweiter in Ndb.? Danke!
|
|
| Antwort von Wolfgang Knettel | 03.01.2009, 16:44 Uhr | |
| #7 | Vilsbiburg hat bei der U20w gemäß 2.3 b) der Anlage 2 zur VSPO beim BVV-Vorstand eine Wild-Card zur Bayerischen Meisterschaft beantragt, und ich gehe davon aus, dass dieser Antrag für den letztjährigen Deutschen Meister positiv beschieden wurde. Deswegen taucht diese Mannschaft in Niederbayern bzw. bei der SBM nicht auf.
Bei der U18w wäre Vilsbiburg (gemäß Festlegung auf dem Staffeltag) als Nummer 1 in Niederbayern gesetzt gewesen. Allerdings haben sich zwischenzeitlich die Verhältnisse für diese Mannschaft unerwartet negativ entwickelt, so dass ich inzwischen davon ausgehe, dass sie wohl als 4. Mannschaft an der Endrunde teilnehmen wird. Die Entscheidung darüber ist allerdings noch nicht endgültig. |
|
| Antwort von 'Andi' | 03.01.2009, 22:32 Uhr | |
| #8 | Also das find ich ja schön ein bisschen merkwürdig, erstens steht bei der Bay. U20 w nichts davon, dass Vilsbiburg eine Wild-Card hat, und zweitens sollte man das mit dieser Regelung wenigsten im Voraus wissen, damit sich die anderen Teams darauf einstellen können. Wir müssen alle im Juli unsere Meldungen machen, und nach den Erfahrungen im letzten Jahr, Sonthofen mit Wild-Card hat es nicht mal auf die Bayerische geschafft, und auch bei den Jungs war die Wild-Card-Regelung eine Farce! Ich finde sowieso, dass auch deutsche Meister sich im nächsten Jahr qualifizieren müssen, da ein neuer Jahrgang nicht unbedingt die selbe Leistung bringt.
|
|
| Antwort von Wolfgang Knettel | 03.01.2009, 23:35 Uhr | |
| #9 | Aber Andi, wir wollen doch sachlich bleiben! Die Entscheidung über die angesprochene Wild-Card trifft der Vorstand in Absprache mit dem Landestrainer. Und selbstverständlich müssen die Teilnehmer informiert sein, aber wann? Relevant ist es nur für die Teilnehmer an der SBM, und bis dahin wird es wohl erfolgt sein.
Sonthofen hatte sicherlich eine schwäbische Wild-Card, hier vergleichst du Äpfel mit Birnen. Hattest du als Niederbayer dadurch irgend einen Nachteil? Wenn diese Wild-Card unberechtigt gewesen sein sollte, dann könnte sich höchstens ein Schwabe beschweren. In all den Jahren, in denen es bei uns Wild-Cards gegeben hat, haben diese Mannschaften in Niederbayern stets die ersten Plätze belegt! Was du "bei den Jungs" andeuten möchtest, entzieht sich meiner Kenntnis, hier müsstest du deutlicher werden. Und noch einmal zurück zu den Vilsbiburger U20 "Meistermädchen". Genau dieselben Mädchen (bzw. Frauen) sind letztes Jahr Deutscher Meister bei der U18 geworden. Willst du wirklich ernsthaft vertreten, dass diese Spielerinnen, die alle in der 1. und 2. Bundesliga zum Einsatz kommen, sich noch einmal für die Niederbayerische bzw. Südbayerische qualifizieren müssen? Vom sportlichen Wert solcher Begegnungen einmal abgesehen, schau dir doch einmal die Spielpläne an, ob hierfür noch Termine frei wären? Für Ausnahmefälle muss es Ausnahmen geben, und genau deswegen wurde diese Wild-Card als absolute Ausnahme eingeführt. Grundsätzlich möchte ich auch noch einmal betonen, dass ich mir sicher bin, dass jeder Verein, der eine Wild-Card beantragt, sich dies wohl überlegt hat. Jeder Missbrauch (z.B. durch Vortäuschen falscher Tatsachen) würde doch im Grunde nur Nachteile für den Antragsteller mit sich bringen. Aus welchem Grund sollte jemand mit einer "Gurkentruppe" antreten und sich anschließend total blamieren? Das macht doch wirklich keinen Sinn! |
|
| Antwort von rom | 22.01.2009, 16:47 Uhr | |
| #10 | "Eine Anmerkung sei mir noch zu der angesprochenen schulischen Belastung gestattet, da ich mir bei dem Thema doch eine gewisse Urteilsfähigkeit anmaße. Die gerade in letzter Zeit in der Presse viel zitierten "gesteigerten Anforderungen" sind meiner Meinung nach eine Legende, um bestimmte mehr oder weniger politischen Ziele zu unterstützen."
Auch wenn diese Aussage schon drei Wochen alt ist und ich sie erst heute entdeckt habe, möchte ich doch meinen Senf dazugeben: Die schulischen Belastungen sind sehr wohl merklich gestiegen! So wird heute etwa am Gymnasium, das ja von vielen Spielerinnen und Spielern besucht wird, die zweite Fremdsprache schon ab der sechsten Klasse unterrichtet. Noch deutlicher wirkt sich aus, dass zum Beispiel in der neunten und zehnten Klasse an einem bzw. zwei Nachmittagen Unterricht stattfindet, wo es im G 9 keinen Nachmittagsunterricht gab. Das heißt, dass es nicht nur mehr Unterricht (mit Vorbereitung und Nachbereitung) gibt, sondern auch weniger Zeit für Hausaufgaben und Vorbereitung auf Prüfungen. Und wenn ein Schüler, vor allem wenn er als Fahrschüler erst noch bis zu einer Stunde mit dem Bus unterwegs ist, dann am Abend nur das Nötigste macht und an Wochenenden entsprechend mehr arbeiten muss als früher, dann hat das bestimmt meist nichts mit Faulheit oder schlechter Zeiteinteilung zu tun. Ob oder wie man dem von Seiten des Verbandes Rechnung tragen kann, sei jetzt dahingestellt, die Mehrbelastung von Schülerinnen und Schülern ist aber sicherlich Tatsache und keine "Legende", die bestimmten obskuren politischen Zielen dienen soll. rom |
|
Diese Seite zum Drucken
» NDBweb
Forum

